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Kellanova
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Kellanova, frĂźher Kellogg Company (auch Kelloggâs), ist ein weltweit tätiges Unternehmen der Lebensmittelindustrie mit Fokus auf Snacks und Getreideprodukte. Das Unternehmen wurde 2023 umbenannt, während ein Unternehmensteil als WK Kellogg abgespalten wurde.cite-ref-4[4] Es unterhält Produktionsstätten in siebzehn Ländern.cite-ref-5[5] Der Konzern geht zurĂźck auf das 1906 von Will Keith Kellogg in Battle Creek, Michigan, gegrĂźndete Unternehmen. Im Jahr 1894 war Kellogg zusammen mit seinem Bruder John Harvey Kellogg die Herstellung der ersten Cornflakes gelungen.
Contents
⢠Geschichte
⢠Die Anfänge
⢠1920er Jahre
⢠1930er Jahre
⢠1950er Jahre
⢠1970er Jahre
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geschichte
Die Anfänge
Ein Zufall fĂźhrte zur GrĂźndung des späteren Lebensmittel-Weltkonzerns in Battle Creek, Michigan: 1866 grĂźndeten die beiden Siebenten-Tags-Adventisten James und Ellen G. White hier ein Sanatorium. Es war eine Einrichtung auf der Basis von Naturheilkunde bei gleichzeitiger Umsetzung von Glaubensgrundsätzen; Verzicht auf Fleisch, Alkohol, Tabak und Kaffee, Betonung der Heilkraft von Frischluft und Sonne standen im Vordergrund. John Harvey Kellogg (1852â1943) hatte im Jahr 1876 als frisch promovierter Arzt dort die Leitung Ăźbernommen (und es in Battle Creek Sanitarium umbenannt). John Harvey verschaffte seinem jĂźngeren Bruder Will Keith Kellogg (1860â1951) eine Arbeit im Sanatorium.
Gemäà der Zielsetzungen der beiden GrĂźnder des Sanatoriums war der Verzehr von Fleisch untersagt, das Grundlebensmittel war daher Ăźberwiegend Brot. Die beiden Kellogg-BrĂźder begannen nach Alternativen zu suchen, experimentierten im Labor des Sanatoriums. Als sie im Jahr 1894 erneut Versuche durchfĂźhrten, blieb eines Tages rein zufällig gekochter Weizen, mit dem man einen Teig hatte zubereiten wollen, Ăźber Nacht stehen. Am nächsten Morgen experimentierte man mit den inzwischen stark aufgequollenen WeizenkĂśrnern weiter, presste sie durch Rollen, entschloss sich anschlieĂend, die flach ausgewalzten KĂśrner durch Wärme zu trocknen. Das Ergebnis waren dĂźnne, knusprige Weizen-Flocken. Die Patienten, denen man das neue Produkt â mit etwas Salz gewĂźrzt â versuchsweise servierte, waren so sehr begeistert, dass viele, als sie entlassen wurden, nachfragten, ob man ihnen die Granose â wie das neue Produkt zunächst genannt wurde â zusenden kĂśnne. So grĂźndeten die BrĂźder 1897 ein kleines Unternehmen â die Sanitas Food Company â um das Produkt weiterzuentwickeln und einen Versandhandel fĂźr ehemalige Patienten aufzuziehen.
Will Keith Kellogg hatte inzwischen weiterexperimentiert und eine auf Mais-Basis beruhende, besser schmeckende Variante des Produkts entwickelt. Anders als sein Bruder hatte Will Keith sehr viel weiter reichende Pläne und wollte ein groĂes Unternehmen aufbauen, von dem aus das neue Lebensmittel an die wachsende Kundschaft verschickt werden sollte.
Kellogg hatte das Beispiel des Charles William Post (1854â1914) vor Augen. Post war Patient des Sanatoriums gewesen und hatte während seines Aufenthaltes dort Einblick in den Herstellungsprozess des neuartigen Lebensmittels bekommen. 1895 grĂźndete Post die Postum Cereal Company, wo er Kaffee-Ersatz und FrĂźhstĂźcksflocken herstellte, und wurde später Millionär.
Die Gewinnspannen im Frßhstßcksflocken-Geschäft waren enorm: Ein schlichter Herstellungsprozess und einfallsreiche Werbung verwandelten billige GetreidekÜrner in teure Gesundheitsnahrung. Binnen kurzem fand C. W. Post zahlreiche Nachahmer. In einer Art Grßndungsboom schossen in Battle Creek mehr als 40 Frßhstßcksflocken-Produzenten aus dem Boden. Will Keith Kellogg setzte sich zum Ziel, sie zu ßbertreffen, und grßndete 1906 die Battle Creek Toasted Cornflake Company.
Die Produktion betrug anfänglich nicht mehr als 1000 Packungen pro Tag. Doch schon ein Jahr später stellten inzwischen 300 Mitarbeiter rund 4000 Cornflakes-Boxen pro Tag her. Das Unternehmen wuchs schnell, wozu umfangreiche und geschickte Werbekampagnen maĂgeblich beitrugen. 1909 erreichte die Produktion bereits mehr als 120.000 Packungen.
Schon frĂźh versuchte W. K. Kellogg die Konsumenten an seine Produkte zu binden, versah die Kartons seiner Cornflakes mit dem Schriftzug Kelloggâs und lieĂ in Werbekampagnen verbreiten, ausschlieĂlich Produkte mit diesem Aufdruck seien The Original.
Um mit dem wachsenden Markt Schritt zu halten, und auch, um auf die wandelnden Ernährungsgewohnheiten der Konsumenten einzugehen, wurde die Produktpalette ständig erweitert (Kelloggâs Bran Flakes 1915, Kelloggâs All-Bran 1916) und neuartige Verpackungen (Waxtite wrappers) sowie Marketingstrategien entwickelt. Kellogg umwarb auch seine jungen Kunden. Wer mehr als zwei Schachteln seiner Cornflakes kaufte, bekam das Funny Jungleland Moving Picture Book: ein buntes Bilderbuch mit kostĂźmierten Tieren, das eine Gesamtauflage von 43 Millionen erreichte.
1914 begann â mit der GrĂźndung einer Kellogg-Niederlassung in Kanada â die internationale Expansion des Unternehmens.
1920er Jahre
1922 wurde die Battle Creek Toasted Cornflake Company umbenannt und erhielt den Namen Kellogg Company.
Das Unternehmen expandierte ständig weiter: Kelloggs-Produkte wurden auf den englischen Markt gebracht. 1924 wurde eine Niederlassung in Sydney gegrĂźndet, um den australischen Markt zu erschlieĂen.
Es wurden neue Produkte entwickelt: 1923 kamen Kelloggâs Pep (mit Vitaminen angereicherte Weizen-Flocken) auf den Markt, 1928 Kelloggâs Rice Krispies. Während der GroĂen Depression musste auch die Kellogg Company ihre Produktion zurĂźckfahren. Es wurde jedoch vermieden, Beschäftigte zu entlassen. Man verteilte die Arbeit um. Statt wie bis dahin in drei Schichten, begann man in vier Schichten zu arbeiten, von denen jede sechs Stunden dauerte. Das brachte â aufgrund der geringeren Gesamtarbeitszeit â natĂźrlich Einkommensverluste fĂźr die Mitarbeiter mit sich, es gab jedoch keine Entlassungen.
1929 legte W. K. Kellogg die Geschäftsfßhrung der Kellogg Company nieder, blieb aber bis 1946 im Vorstand des Unternehmens.
1930er Jahre
Kellogg gab groĂe Summen aus, um Menschen durch Werbung zu beeinflussen und sie so fĂźr seine Produkte zu gewinnen. 1931 war das Jahr, in dem das Radio in den USA groĂe Verbreitung fand, und Kellogg wusste dieses neue Medium fĂźr seine Zwecke zu nutzen; er lieĂ in diesem Jahr drei Millionen Dollar in die Werbung flieĂen. Man sponserte Radio-Sendungen wie The Singing Lady â Irene Wicker, die von NBC ausgestrahlt wurde, oder Howie Wing (Ăźber die Abenteuer eines jungen Piloten).
Mit dem sich dann schnell ausbreitenden Fernsehen lieĂen sich die âBotschaftenâ noch schneller und intensiver transportieren. Gerald Carson schreibt in seinem Buch Cornflake Crusade (Der Cornflake-Kreuzzug): âIn television they have found the ideal medium for instructing American youth in their breakfast duty.â (deutsch: âMit dem Fernsehen haben sie das ideale Medium gefunden, um der amerikanischen Jugend beizubringen, welche Pflicht sie beim FrĂźhstĂźcken hat.â) Und Howard M. List, Werbe-Manager bei Kellogg, beschrieb sehr klar, welche Funktion und Bedeutung er der TV-Werbung beimaĂ: âWith television, we can almost sell children our product before they can talk. They know who the TV heroes are before they can talk full sentences. In the old days, children ate what their mothers bought, now the kids tell their mothers what to buy.â (deutsch: âMit dem Fernsehen kĂśnnen wir den Kindern unsere Produkte schon verkaufen, noch bevor sie sprechen gelernt haben. Sie kennen ihre TV-Helden, noch bevor sie ganze Sätze sprechen kĂśnnen. FrĂźher haben die Kinder das gegessen, was ihre MĂźtter eingekauft haben, heute sagen die Kinder ihren MĂźttern, was sie einkaufen sollen.â)
1938 erĂśffnete Kellogg ein Werk in Manchester (GroĂbritannien).
1950er Jahre
Am 6. Oktober 1951 starb Will Keith Kellogg, der GrĂźnder der Kellogg Company, im Alter von 91 Jahren.
Auch im Verlauf der 1950er Jahre wurden ständig neue Produkte auf den Markt gebracht: Kelloggâs Corn Pops, Kelloggâs Frosted Flakes, Kelloggâs Sugar Smacks,cite-ref-6[6] Kelloggâs Cocoa Krispies und Kelloggâs Special K.
Das Unternehmen Kellogg gehĂśrte zu den Pionieren im Werbefernsehen. Neueste farbpsychologische Erkenntnisse wurden genutzt, um die Verpackungen der Produkte zu gestalten. BerĂźhmte Illustratoren und Comic-Zeichner â wie etwa Norman Rockwell â wurden herangezogen, um typische Kelloggâs-Figuren wie z. B. Tony the Tiger, der 1952 âdie BĂźhne betratâ, zu entwerfen. 1956 wurde das Kelloggâs-Werbelied Doing the Flake zu einem Hit. Kinder fanden bald, je nach Mode, Modellautos oder Dinosaurier in den Cornflakes-Schachteln, Sportstars waren auf den AuĂenseiten der Schachteln abgebildet. Die massiven Werbekampagnen zeigten Wirkung, verwiesen Konkurrenten auf die hinteren Plätze, selbst dann, wenn ihre Flocken in Blindtests besser schmeckten und knuspriger waren als die Kelloggâs-Produkte.
Und so wuchs das Unternehmen beständig weiter. 1952 wurde ein neues Werk in San Leandro, Kalifornien erĂśffnet. 1954 erfolgte eine 7 Millionen Dollar teure Erweiterung des Hauptwerks in Battle Creek um 13.000 Quadratmeter. 1956 wurde ein groĂes Lager- und Versandgebäude am Hauptwerk errichtet. Hier wurden die in der Produktion verwendeten Rohmaterialien â wie Zucker, Reis, Kleie, Rosinen, Malz-Sirup, Verpackungsmaterial â gelagert und die im Werk gefertigten Produkte versandt. 1959 wurde ein Werk in Memphis, Tennessee erĂśffnet. International wurden Werke in Mexiko (1951) und Neuseeland erĂśffnet.
1970er Jahre
In den 1970er Jahren gab es mehrere wichtige UnternehmensĂźbernahmen durch die Kellog Company: 1970 Fearn International, Franklin Park, Illinois (Soja-Produkte), 1976 die Sparte Mrs. Smith's der Schwan Food Company, Marshall, Minnesota, und 1977 Pure Packed Foods.
Neuere Entwicklung
2000 Ăźbernahm Kellogg die Kashi Company in La Jolla, Kalifornien. Die Kellogg Company wurde neu organisiert und strukturiert: Sie wurde in zwei âDivisionenâ (âGeschäftsbereicheâ) aufgeteilt: Kellogg USA und Kellogg International. 2001 Ăźbernahm Kellogg die Keebler Foods Company in Elmhurst, Illinois, einen fĂźhrenden Hersteller von Gebäck/Backwaren mit rund 13.000 Beschäftigten â mit 4,56 Milliarden Dollar die bis dahin grĂśĂte Ăbernahme in der Firmengeschichte.
2001 Ăźberholte General Mills Kellogg und wurde die Nummer 1 der Cerealien-Produzenten.
Im November 2005 wurde der bisherige Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzende der Kellogg Company, Carlos GutiĂŠrrez, von US-Präsident George W. Bush zum Wirtschaftsminister ernannt und legte seine Ămter bei Kellogg nieder. Nachfolger wurde der am 15. Mai 1946 in Chicago geborene James M. Jenness, der in seiner Zeit bei der Werbeagentur Leo Burnett fĂźr fast sämtliche Marken der Kellogg Company Werbekampagnen durchfĂźhrte.
Heute hat die Kellogg Company rund 25.000 Beschäftigte in 17 Produktionsstätten, Geschäftsstellen in 160 Ländern und stellt mehr als 50 verschiedene Getreideprodukte her, die in 180 Ländern der Erde verkauft werden. Der Jahresumsatz der Kellogg Company beträgt ßber 10 Milliarden US-Dollar.
Im September 2016 beteiligte sich Kelloggâs mit 51 % am Tiroler MĂźsliproduzenten Vita+ Naturprodukte GmbH mit Sitz in Langkampfen, der unter der Marke Verival biologische Naturprodukte (MĂźsli, Flocken und anderes) im deutschsprachigen Raum vermarktet.cite-ref-8[8]
Im Oktober 2016 kĂźndigte Kelloggâs an, sein einziges deutsches Werk in Bremen zu schlieĂen, was im Juni 2018 endgĂźltig geschah. BegrĂźndet wurde dies mit VolumenrĂźckgang und nicht ausgelasteten Anlagen.cite-ref-9[9]
Im Oktober 2021 streikten ßber tausend Angestellte von vier Kellogg-Fertigungsstätten in den Vereinigten Staaten fßr hÜhere LÜhne. Kellogg entlieà nach gescheiterten Verhandlungen mit der Gewerkschaft BCTGM im Dezember alle streikenden Arbeiter und schrieb deren Stellen aus. Das Unternehmen hatte im Verlauf der Gespräche mit einer Verlegung von Arbeitsplätzen ins benachbarte Mexiko gedroht, sollte die Gewerkschaft einem Angebot seitens Kellogg nicht zustimmen.cite-ref-10[10] Zudem klagte Kellogg gegen die Gewerkschaft.cite-ref-11[11] In der Folge gingen mehrere Boykottaufrufe viral.cite-ref-12[12]cite-ref-13[13]
Mit Wirkung Anfang Oktober 2023 spaltete sich das Unternehmen in zwei Teilkonzerne auf, die beide an der BĂśrse notiert sind und beide die Marke Kelloggâs weiter verwenden: Der traditionelle Geschäftsbereich mit Cerealien in Nordamerika wurde in die neue WK Kellogg Co abgetrennt. Die bisherige Kellogg Company, in Kellanova umbenannt, fĂźhrt seither das weltweite Geschäft mit Snacks, Cerealien, Nudeln, pflanzenbasierten Lebensmitteln sowie das nordamerikanische TiefkĂźhlgeschäft.cite-ref-14[14]
Im August 2024 schloss der SĂźĂwarenhersteller Mars eine verbindliche Vereinbarung zur Ăbernahme von Kellanova fĂźr etwa 36 Milliarden US-Dollar.cite-ref-15[15] Die US-KartellbehĂśrden genehmigten die Ăbernahme im Juni 2025, die Europäische Kommission dagegen leitete eine umfassende Untersuchung der geplanten Transaktion ein, da sie aufgrund dann grĂśĂerer Verhandlungsmacht von Mars gegenĂźber Einzelhändlern PreiserhĂśhungen fĂźr Verbraucher befĂźrchtet. Sieht die EU-Kommission ihre Bedenken bestätigt, kann sie die Ăbernahme untersagen oder AusgleichsmaĂnahmen verlangen, beispielsweise den Verkauf anderer Sparten. FĂźr die Entscheidung besteht eine Frist bis Ende Oktober 2025. Mars erwartet nunmehr einen Abschluss bis Jahresende 2025, zuvor war er fĂźr die erste Jahreshälfte erwartet worden.cite-ref-16[16]
Im Juli 2025 gab der italienische SĂźĂwarenhersteller Ferrero eine verbindliche Vereinbarung zur Ăbernahme der WK Kellogg Co fĂźr 3,1 Milliarden Dollar bekannt. Die Transaktion soll, wenn die noch ausstehenden Genehmigungen erteilt werden, in der zweiten Jahreshälfte 2025 abgeschlossen sein.cite-ref-17[17]
Kellogg Deutschland GmbH
1928 wurden Kelloggâs Corn Flakes erstmals in Deutschland angeboten. Verschiedene Vertriebspartner importierten das neuartige Produkt nach Deutschland. Am 20. Juni 1929 erschien erstmals eine Anzeige fĂźr Kelloggâs Corn Flakes in der Zeitschrift Gartenlaube. Geschaltet wurde die Anzeige von der Hamburger Importfirma Otto K. A. Trende.
Auch nach dem Zweiten Weltkrieg lief der Verkauf in Deutschland bis 1961 ßber verschiedene Importeure und Vertriebspartner. 1962 ßbernahm die Reis- und Handels-AG in Bremen den Vertrieb der Kellogg-Produkte. Noch im selben Jahr erwarb Kellogg Anteile an dieser Firma. Nur ein Jahr später, 1963, wurde die Kellogg Deutschland GmbH in Bremen gegrßndet und in Deutschland eine eigene Produktionsstätte fßr Cerealien aufgebaut.
Der Standort Bremen wurde in den folgenden Jahren ausgebaut. 1989 wurde ein Distributionszentrum mit einer Gesamtkapazität von etwa 33.000 Palettenstellplätzen errichtet. Das vollautomatische, computergesteuerte Hochregallager war zur Zeit seiner Fertigstellung das grĂśĂte und modernste in Europa. Im Juni 2018 wurde das Werk Bremen geschlossen. Der jetzige deutsche Stammsitz von Kelloggâs ist in Hamburg.
Chronologie der EinfĂźhrung von Kelloggâs Produkten in Deutschland
⢠1928 Erster Verkauf von Kelloggâs Corn Flakes
⢠1962 Reis Knusperle (später Rice Krispies, Vertrieb in Deutschland und Ăsterreich 2014 eingestellt)
⢠1963 Honigpops (die heutigen Smacks)
⢠1965 Cornfrost (seit 1974 Frosties)
⢠1971 Cornpops (seit 2001 Pops)
⢠1974 Special K
⢠1981 Cocopops (seit 2002 Chocokrispies)
⢠1982 Crunchy Nut Cornflakes
⢠1984 Mßslix
⢠1988 Toppas und Chocos
⢠1992 Froot Loops und Chombos
⢠2002 Smacks Choco Tresor (seit 2010 Tresor)
⢠2003 Honey Loops, Special K Red Fruit und Special K Choco
⢠2004 Froot Loops und Frosties mit weniger Zucker
⢠2005 Froot Loops mit weniger Zucker, Choco Krispies XXL, Choco Krispies Chruncher, Special K Black Berry und Kelloggâs DayVita
⢠2006 Choco Krispies RÜhrchen
⢠2007 Special K Apricot Fruit, Special K Strawberry Choco und DayVita Apfel und Feige
⢠2008 Zimz (seit 2011 Kringelz)
Kritik und Kontroversen
ĂbermäĂige Anreicherung
Um das Image ihrer Produkte als vermeintlich gesunde Alternative zu einem regulären FrĂźhstĂźck zu fĂśrdern, reichert Kellogg seine Cornflakes in Deutschland seit den 1970er Jahren mit kĂźnstlich hergestellten Vitaminen und Mineralsalzen teilweise in hohen Dosen an. Dabei werden die Packungsangaben oft sogar noch deutlich Ăźbertroffen. Forscher warnen seit längerem, dass ein ĂźbermäĂiger Konsum dieser angereicherten Nahrungsmittel gesundheitlich negative Folgen haben kann. Insbesondere der hohe Eisengehalt sei unnĂśtig und sogar gefährlich, so wurde bei Menschen mit erblich bedingtem Eisen(II)-Ionen-Ăberschuss ein hĂśheres Risiko fĂźr Herzinfarkt, Diabetes und Tumorerkrankungen beobachtet. Ăhnliche Folgen durch ĂźberhĂśhte Eisen(II)-Ionen-Zufuhr werden auch fĂźr gesunde Menschen vermutet.
Anfang 2000 verbot die norwegische Regierung aufgrund dieser Erkenntnisse die Einfuhr von Kelloggâs-Produkten nach Norwegen.cite-ref-19[19] Der EFTA-Gerichtshof erklärte dieses Verbot jedoch fĂźr unzulässig.cite-ref-20[20]
ĂbermäĂiger Zuckerzusatz
Immer wieder wurde an Kellogg-Produkten ĂźbermäĂiger Zuckerzusatz kritisiert â gerade im Hinblick auf Kinder als Zielgruppe. Die WHO empfiehlt einen Zuckergehalt von hĂśchstens 15 %.cite-ref-21[21]cite-ref-22[22] Hingegen enthalten z. B. Kellogg's Smacks 43 Gramm Zucker pro 100 Gramm.cite-ref-23[23]
Weblinks
Commons
: Kellanova
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Offizielle Website von Kellanova (englisch)
⢠Offizielle Website von Kellogg Deutschland
⢠Produktßbersicht
Einzelnachweise
cite-note-11. Leadership Team (Firmenwebseite). Abgerufen am 5. Oktober 2022.
cite-note-22. Geschäftsbericht 2022. Abgerufen am 7. Mai 2023.
cite-note-33. Geschäftsbericht 2022. Abgerufen am 7. Mai 2023.
cite-note-44. â WirtschaftsWoche (15. Oktober 2023): Kellogg-Aufspaltung.
cite-note-55. â Keine Kellogg's Cornflakes mehr aus Bremen. Abgerufen am 5. Mai 2022.
cite-note-66. â Clown box of Sugar Smacks
cite-note-hb-6213226-77. â Thomas Jahn: Kelloggâs schluckt Pringles. In: handelsblatt.com. 15. Februar 2012, abgerufen am 14. Februar 2015.
cite-note-88. â Kelloggâs steigt bei Tiroler MĂźsliproduzenten ein orf.at, 20. September 2015, abgerufen am 20. September 2016.
cite-note-99. â Kristian KlooĂ: Aufstieg und Fall des Kellogg-Werks in Bremen. In: butenunbinnen.de. 30. Juni 2018, abgerufen am 25. Februar 2019.
cite-note-1010. â âDeath of 1,000 cutsâ: Kelloggâs workers on why theyâre striking. 7. Oktober 2021, abgerufen am 9. Dezember 2021 (englisch).
cite-note-1111. â Kate Duffy: Kellogg said it's permanently replacing around 1,400 striking factory workers. Abgerufen am 9. Dezember 2021 (amerikanisches Englisch).
cite-note-1212. â dakp15: A guide to boycotting Kelloggâs. In: r/coolguides. 8. Dezember 2021, abgerufen am 9. Dezember 2021.
cite-note-1313. â BloominFunions: Apply now! Kellogg is hiring scabs online. Letâs drown their union busting. Mods please sticky! In: r/antiwork. 9. Dezember 2021, abgerufen am 9. Dezember 2021.
cite-note-1414. â Kellanova: KELLANOVA, FORMERLY KELLOGG COMPANY, ANNOUNCES COMPLETION OF THE SEPARATION OF ITS NORTH AMERICAN CEREAL BUSINESS. Abgerufen am 9. Februar 2024 (englisch).
cite-note-1515. â Roland Lindner, Felix Schwarz: Mars zahlt 30 Milliarden Dollar fĂźr Pringles-Hersteller Kellanova. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 14. August 2024, abgerufen am 14. August 2024.
cite-note-1616. â Mars erhält US-Kartellfreigabe fĂźr 36-Milliarden-Dollar-Kellanova-Deal, während die EU eine Untersuchung einleitet
cite-note-1717. â Ferrero compra Kellogg, ufficiale lâoperazione da 3,1 miliardi. In: repubblica.it. 10. Juli 2025, abgerufen am 11. Juli 2025 (italienisch).
cite-note-1818. â W.K. Kellogg-Sortiment vereint Tradition und NatĂźrlichkeit (Memento des Originals vom 6. März 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cash.at cash.at, 5. März 2018, abgerufen am 6. März 2018.
cite-note-1919. â Kirsten Brodde: Doping aus dem Supermarkt. greenpeace magazin 2.01, Januar 2000, abgerufen am 6. März 2018.
cite-note-2020. â E-3/00 EFTA Surveillance Authority v The Kingdom of Norway. (Memento des Originals vom 22. November 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eftacourt.int (Action brought by the EFTA Surveillance Authority against the Kingdom of Norway) [2000â2001] EFTA Ct. Rep. 73. Vom 5. April 2001.
cite-note-2121. â Cornflakes: Der Streit um den Zucker
cite-note-2222. â Katrin Terpitz: FrĂźhstĂźcksflocken und Joghurts fĂźr Kinder meist Ăźberzuckert, handelsblatt.com, 18. Juli 2019.
cite-note-2323. â Kellogg's Smacks